Surfen Wellenreiten

Duke Kahanamoku machte das moderne Wellenreiten populär. Traditionell war das Wellenreiten, in Hawaii vor dem Verbot im 19. Jahrhundert und an den Küsten Indonesiens bekannt. Duke Kahanamoku war mehrfacher Olympiasieger im Schwimmen. Er wurde 1890 auf Hawaii geboren. Sein Surfbrett aus Koa-Akazie, maß 5 Meter Länge und wog 50 kg. Bis ungefähr 1960 mussten Wellenreiter sehr athletisch sein, um ihre 50 bis 70 kg schweren Surfbretter aus Holz in das Wasser transportieren zu können.

Mit der Erfindung synthetischer Stoffe, schrumpfte das Gewicht der Surfbretter auf 1 kg und weniger. Anfänger üben auf dem Longboard, mit einer Länge von mindestens 2,75 m. Der Fuß des Surfers ist am Gelenk über eine Leine, die Leash genannt wird, mit dem Brett verbunden. Ebenfalls für Anfänger geeignet ist das Bodyboard. Bodyboarder entwickelten mit der Zeit aber eine eigene Technik und haben ihre eigene Organisation mit gesonderten Wettkämpfen. Bodyboarder liegen vorwiegend auf dem Brett und sie tragen Schwimmflossen. Profis benutzen gern das kleine stromlinienförmige Shortboard für schnelle Aktionen, höhere Geschwindigkeit und einen schnellen Wechsel der Richtung. Für hohe Wellen, auch für “Big Waves“ wird ein wendiges, längeres Shortboard, das “Gun“, verwendet.

Seit 1998 stehen Amateuren und Profis die World Surfing Games der ISA offen. Die vier auszutragenden Disziplinen sind nach dem Surfbrett benannt. Longboard, Shortboard, Bodyboard und Kneeboard. Das Kneeboard ist ein kleines breites Surfbrett, das zu rasanten Manövern befähigt. Ausschließlich auf dem Shortboard findet die “Big Waves World Championship“ statt. Diese spektakuläre Veranstaltung erfordert Wellen von 9 bis 18 m Höhe. Bei Wellen dieser Höhe ist ein Anpaddeln mit Muskelkraft kaum mehr möglich. Viele Surfer lassen sich mit Jetskiern in die Welle ziehen. Einige Surfer halten diese Vorgehensweise für unsportlich und paddeln auch Big Waves an. Der Sturz in einer Big Wave bedeutet für einen Surfer akute Lebensgefahr.